Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Lackaufbereitung mit Naßschleifen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #16
    Zitat von ymgood Beitrag anzeigen
    Hallo,

    An dieser Stelle aber der Hinweis:
    Orangenhaut entsteht bei zu wenig Lackauftrag.
    Komisch, selbst meine neuen Autos im Werkszustand haben eine leichte Orangenhaut. Haben die alle beim Lack gespart?
    Ist das nicht mehr ein Verarbeitungsproblem? Man muß genau die richtige Viskosität im Verhältnis zur Menge treffen um ein schönes Lackbild ohne Läufer zu erzielen. Zusätzlich kommt noch die unterschiedliche Neigung der Flächen hinzu. Da wählen die Hersteller sicher eine Einstellung, die den besten Kompromiss aus sicherer Verarbeitung und schöner Oberfläche darstellt, zumal viele Kunden das gute Finish im Alltag mit Waschanlage usw. schnell wieder zerstören würden. In einer ebenen Fläche fallen auch kleinste Dellen viel stärker auf.
    Pininfarina Spidereuropa 2,0 DS 1983 rot, seit 2/1984, nach 9 Monaten vom Erstbesitzer gekauft.
    Fiat 124 Spider AS 1400 1968 gelb, seit 5/2018

    Kommentar


    • #17
      Hallo Jojo, ein bisschen Orangenhaut ist sicher technologisch bedingt. Da ich mit meiner Lackierung (das erste mal ;-) sehr viel Zeit verbracht habe und in dem Zusammenhang mir Lacke angeschaut habe, die draußen rumfahren würde ich sagen: mit dem Autopreis steigt auch die Lackqualität. Bei Kleinwagen kann man bei näherer Betrachtung schon so eine Art Orangenhaut erkennen. An sowas stört man sich im allgemeinen nicht.

      Bei mir waren Stellen aber eher deutliche Orangenhaut die man auch beim drüberfahren erfühlen konnte. Das kommt wohl wenn zu wenig Lack draufkommt und die einzelnen Tröpfchen nicht miteinander verlaufen. Nachdem ich das raus gefunden habe, habe ich auf die nachfolgenden Flächen, die ich auch liegend lackiert habe, mehr Lack draufgehauen - und siehe da, nach 2min fing das Ganze an glatt zu verlaufen. Wobei die Schwelle zum Lackläufer nur sehr knapp war.
      Einige Stellen habe ich bewusst nicht mehr nachgeschliffen weil ich Angst hatte durchzuschleifen.

      Rückblickend muss ich sagen: Es ist eine Wissenschaft. Allein die Vorbereitungen, Grundierungen und Zwischenschliffe, Verdünnungsgrad des Lackes, Düsengröße und Luftdruck, das richtige Händchen....
      Jetzt weiß ich auch weshalb eine professionelle Lackierung soviel Geld kostet, wenn einer nur 1500€ aufrufen würde, kann das Ergebnis nur Murks werden.
      Ich bin froh das ich mit dem Nassschliff den Lack retten konnte und bin trotz allem stolz auf das Ergebnis.
      Angehängte Dateien

      Kommentar


      • #18
        Respekt, eine komplette Lackierung ist eine tolle Leistung. Du hast Dir auch noch die "einfachste" Farbe ausgesucht .

        Ist das Bild vom Heckblech vor dem Schleifen?
        Zuletzt geändert von jojo; 18.05.2020, 23:05.
        Pininfarina Spidereuropa 2,0 DS 1983 rot, seit 2/1984, nach 9 Monaten vom Erstbesitzer gekauft.
        Fiat 124 Spider AS 1400 1968 gelb, seit 5/2018

        Kommentar


        • #19
          Hallo Jojo, mit der Farbentscheidung habe ich lange gerungen. Zu dem dunklen Rot der Sitze und vom Verdeck solltes eher in eine nicht so bunte Farbrichtung gehen. Und ja, ein Metalliclack ist dann auch noch zweischichtig.... Der Farbton auf dem Fahrzeug ist dann auch ganz gut geworden und unterstreicht toll den Chrom.
          Nachgeschliffen habe ich nur die Kotflügel und hier und da Staubeinschlüsse. Das Heckblech habe nicht nochmal geschliffen, weil hier ursprünglich die Aufnahmen der Kennzeichen und KennzeichenLeuchten (US-Stoßstangen) waren. Dazu dann noch ein paar Dellen. Die und die Bohrungen habe ich so gut es geht weggespachtelt - da wäre man dann beim Schliff sehr schnell wieder auf einem "1/10mm Hubbel" und durch den Lack durch. Das wollte ich nicht riskieren.
          Die seitlichen Blinkerlöcher habe ich vor der Lackierung auch geschlossen. Wenn man schonmal dabei ist!
          Der Wagen stand 19 Jahre und war zerlegt, aber die Karrosse ist super, ich musste nichts schweißen. Das ist ja immer das wichtigste, wenn der Rost einmal drin steckt bekommt man ihn eigentlich nichtmehr los. Das weiss ich aus eigener Erfahrung.

          herzliche Grüße aus Leipzig

          Kommentar

          Lädt...
          X